Bei unserem Schulprojekt an der Pestalozzischule Leonberg im Landkreis Böblingen ist aus einer Idee echte Farbe geworden. Gemeinsam mit Jonas Pönitz und acht Schülerinnen und Schülern haben wir eine graue Pausenhofwand neu gestaltet. Das Thema stand schon vorher fest: Toleranz, Respekt und Vielfalt.
Die Klasse hatte sich in einer Projektwoche mit diesen Werten beschäftigt. Dabei sind starke Entwürfe entstanden – Peace-Zeichen, Friedenstauben, Herzen und dicke „Respekt“-Schriftzüge. Genau diese Ideen wollten wir zusammen an die Wand bringen.
So lief das Schulprojekt an der Pestalozzischule Leonberg
Wir starten mit einem Theorieteil. Es geht um die Geschichte von Graffiti, um den rechtlichen Rahmen und um die Frage, was legales Sprühen ausmacht. Danach greifen die Jugendlichen selbst zur Dose.
Auf Übungsfolie testen sie Druck, Abstand und Caps. So bekommt jede und jeder ein Gefühl für die Technik, bevor es ernst wird. Aus den vielen Entwürfen wählen wir gemeinsam die Motive aus, die auf die Wand passen.
Am Praxistag wird gesprüht. Patrick skizziert die Formen vor, dann füllen die Schülerinnen und Schüler die Flächen, setzen Farben und trauen sich Schritt für Schritt mehr zu. Zum Schluss zieht Patrick den Feinschliff nach.
Ein buntes Zeichen für Respekt
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein großer, farbenfroher „Respekt“-Schriftzug prägt jetzt die Wand, dazu ein Peace-Zeichen, ein Herz und eine fröhliche Sprühdose als Figur. Statt grauem Beton steht dort ein klares Statement – von den Jugendlichen selbst gestaltet.
Die Pestalozzischule Leonberg ist ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Lernen und Teil des Startchancen-Programms. Genau für solche Gruppen ist so ein Tag wertvoll. Jede und jeder findet einen Platz, an dem etwas gelingt.
Wenn jetzt die Pause beginnt, schauen alle auf ihr eigenes Werk – und auf ein Wort, das man gar nicht oft genug lesen kann.